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Rhenania Heidelberg

Rhenania Heidelberg

Rhenania Heidelberg

Rhenania Heidelberg

Die älteste sicher nachweisbare Rhenania in Heidelberg (Rhenania I) wurde am 23. Juli 1802 durch Mitglieder der Rhenania Gießen gestiftet. 1803 schlossen sich Rhenania und die 1803 gestiftete Franko-Badenia zu einem Senioren-Convent (SC) zusammen und vereinbarten den ältesten überlieferten Heidelberger SC-Comment. Im Dezember 1804 kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Heidelberger Renoncen und Constantisten. Infolge der Untersuchungen durch die akademischen Behörden lösten sich beide Landsmannschaften im Frühjahr 1805 auf. Drei Rhenanen beteiligten sich am 19. Mai 1805 an der Stiftung der Landsmannschaft Palatia (I). Aus den Resten der alten Rhenania konstituierten sich im August des Jahres die beiden zunächst noch eng miteinander verbundenen Landsmannschaften der Oberrheiner und Niederrheiner.

Nach der Reorganisation der Universität unter Kurfürst/Großherzog Karl Friedrich von Baden kam es ab 1805 zu einem Zuzug zahlreicher auswärtiger Studenten, die neue, zum Teil nur kurzlebige Landsmannschaften stifteten. Sie vereinbarten 1806 einen neuen Comment, der den einzelnen Landsmannschaften feste Rekrutierungskantone zuwies. Bei einer Spaltung des Heidelberger SC wurde 1810 erstmals der Begriff Corps für eine Gruppe der dortigen Landsmannschaften verwendet, darunter die Niederrheiner, die später zur einheitlichen Bezeichnung Rhenania zurückkehrten und vermutlich bald nach den Befreiungskriegen ihre Auflösung vollzogen. 1818 erfolgte die Stiftung des Corps Hassia I, das sich zwei Jahre später in Rhenania II umwandelte. Rhenania II bestand bis zum 3. November 1833. An ihrer Stelle stifteten im Juli 1836 Mitglieder der 1829 gegründeten Hassia II das Corps Rhenania III (bis 1842). Im November 1838 stifteten auswärtige Corpsstudenten, namentlich Mitglieder der Nassovia Göttingen, das Corps Nassovia II.

Am 15. Januar 1849 lösten die Aktiven der Nassovia das Corps auf und stiften am gleichen Tag eine neue Rhenania (IV). 1882 erkannten die letzten lebenden Alten Herren der Rhenania II das bestehende Corps als rechtmäßigen Nachfolger der alten Rhenania von 1802/20 an. Noch lebende Mitglieder der Rhenania III und Nassovia II wurden in das Corps übernommen.

Rhenania suspendierte nach der Auflösung des KSCV im Oktober 1935. Die Wiederbelebung nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte zunächst unter der Bezeichnung "Rheinländerkreis" in an das frühere Corps angelehnten Formen. Am 3. Mai 1951 beschloss die Altherrenschaft die Integration des Rheinländerkreises in das Corps und damit dessen Rekonstitution.

 

Forschungsstand

Die frühesten Arbeiten zur Geschichte des Corps legte in den 1880er und 1890er Jahren Wilhelm Pfitzner vor, der sich um eine Zusammenführung und Ordnung des Archivs bemühte und einige Beiträge zur Geschichte der Vorläufercorps in den Academischen Monatsheften publizierte. 1913 erschien Berthold Kuhnerts "Geschichte des Corps Rhenania Heidelberg 1802-1869" in drei Teilen (ND in einem Band, Heidelberg 1997). Sie entspricht methodisch nicht dem heutigen Stand der Forschung, ist aber als Quellensammlung noch immer unverzichtbar. Die neuere Geschichte ist weitgehend unerforscht. Detailstudien liegen über die auswärtigen Beziehungen des Corps (Heinz-Eberhardt Andres, Die geschichtlichen Beziehungen der Rhenania-Heidelberg zu den anderen heute noch bestehenden Kösener Corps, Heidelberg 1955) und über die Geschichte des Corpshauses (Florian Hoffmann, 100 Jahre Heidelberger Rhenanenhaus. Geschichte - Architektur - Umfeld. 1909-2009, Heidelberg 2009) vor.

Bedeutsam für die biographische Forschung sind das 1937 herausgegebene "Verzeichnis der am 1. November 1937 lebenden Heidelberger Rhenanen" mit ausführlichen Biogrammen der damals lebenden Mitglieder und das sog. "Blaue Buch" (Mitgliederverzeichnis des Corps Rhenania Heidelberg einschließlich seiner Vorverbindungen 1802-1999, hrsg. von Gerhard Müller, Heidelberg 1999). Letzteres führt im wesentlichen den Stand der KCL 1905 fort, ergänzt um ein Verzeichnis der ausgeschiedenen Mitglieder. Zu erwähnen außerdem: [Heinz-Eberhardt Andres], Die Stifter und Ehrenmitglieder der Rhenania zu Heidelberg 1849-1949; mit einem Anhang: Bedeutende Heidelberger Rheinländer aus dem ersten Jahrzehnt, Heidelberg 1949. Kurzbiographien prominenter Mitglieder finden sich außerdem in: Werner Lamprecht, Peter Kutter (Hrsg.), 150 Jahre Corps Rhenania Heidelberg 1849–1999, Heidelberg 1999.

 

Archivbestand

Das Archiv der Rhenania Heidelberg verwahrt neben der eigenen Schriftgutüberlieferung (seit 1849) auch die der Vorläufercorps Rhenania II und III und Nassovia II (Stammbücher, Matrikelbuch, Protokollbücher, Kassenunterlagen) sowie mehrere corpsstudentische Nachlässe (u. a. Berthold Kuhnert, Karl Holstein, Erich Vaternahm) und eine kleine Sammlung von Heidelbergensia (Graphik und bibliophile Literatur).

Das Archiv ist überwiegend unverzeichnet. Anfragen bitte an den CC der Rhenania.

 

Digitalisate

Conventsbeschlüsse der Nassovia (1838-1847) (pdf) [Sign.: B 2/3]

 

Findmittel

B 2 Nassovia Heidelberg (pdf)

 

Kontakt

Corps Rhenania Heidelberg
Hauptstraße 231
69221 Heidelberg

Webseite: www.rhenania-heidelberg.de

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Wikipedia: Corps Rhenania Heidelberg