Bestände (KSCV)

Adolf Kraetzer

Guestphalia Bonn EM, Guestfalia Greifswald, Marchia Berlin IdC

* ... 31. 10. 1879
† Berlin 26. 2. 1970

1901 stud. jur. in Bonn und Berlin, Kammergerichtsreferendar, Assessor, später Ministerialdirektor in Berlin, schied nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Staatsdienst aus und wurde 1919 Intendant am Hessischen Landestheater in Darmstadt, wo er aber am Widerstand gegen seine Reformbestrebungen scheiterte. Im Februar 1921 wurde er Intendant am Nationaltheater in Mannheim. K. kehrte später nach Berlin zurück und ließ sich dort als Rechtsanwalt nieder.

K. war bei Guestphalia Bonn aktiv, wo er 1937 Ehrenmitglied wurde. 1950 sammelte er die Corpsstudenten in Berlin und vereinte sie zu dem am 8. Juni 1951 wiedergegründeten VAC Berlin und Umgebung mit damals über 300 Mitgliedern. 1955 leitete er erstmals nach dem Krieg wieder den großen Kommers Kösener Corpstsudenten, dessen Präsidium er bis 1964 beibehielt. Von 1953 bis 1964 nahm K. als Vertreter des GBZ Berlin im Gesamtauschuss regelmäßig an den Kongressen in Würzburg teil. 1964 trat er aus gesundheitlichen Gründen von seinen Ämtern zurück. Schon 1953 wurde er zum Ehrenmitglied, 1966 zum Ehrenvorsitzenden des VAC Berlin ernannt.

In Berlin förderte K. auch die Rekonstitution der örtlichen Corps, von denen Marchia sich als erstes am 5. Mai 1951 wieder auftat, sowie die Rückkehr der Guestphalia, die zwischenzeitlich in Mainz rekonstituiert hatte, und die Übersiedelung der Lusatia von Erlangen nach Berlin.

Literatur: Vassel: Adolf Kraetzer zum 80. Geburtstag, DCZ 60 (1959), S. 190f.; Hubert Schwennicke: Adolf Kraetzer †, in: DCZ 71 (1970), S. 222f.

 

Zurück zur Liste