Kösener Corpslisten

Kösener Corpslisten

Die Kösener Corpslisten (KCL) sind das Mitgliederverzeichnis des Kösener Senioren-Convents-Verbandes. Als Vorläufer gilt der 1887 von Paul Salvisberg herausgegebene Kösener Almanach, der erstmals die Mitglieder der im KSCV zusammengeschlossenen Corps in Listenform herausgab. 1905 veröffentlichte Karl Rügemer, der damalige Schriftleiter der Academischen Monatshefte, erstmals Kösener Corpslisten, die 1910 in einer zweiten, überarbeiteten Auflage erschienen. Sie enthielten die Mitglieder sämtlicher Kösener Corps und ihrer Vorläufer an den deutschen Universitäten vor Gründung des KSCV nach dem damaligen Forschungsstand. Besonders für die Frühzeit des Corpsstudententums sind die Listen häufig lücken- und fehlerhaft und durch die neuere Forschung überholt. Dennoch bilden sie bis heute eine unverzichtbare studentengeschichtliche Quelle.

1930 und 1960 gab Otto Gerlach im Auftrag des Verbandes Alter Corpsstudenten je eine weitere, aktualisierte Ausgabe heraus, die die erloschenen Corps nicht mehr enthielt. Herbert Kater besorgte 1971 und 1981 die Bearbeitung von zwei Ergänzungsbänden. Die bislang letzte Ausgabe mit den Listen ab 1919 wurde von Hermann Kruse bearbeitet und erschien 1996. Eine Neuausgabe wird derzeit durch die Historische Kommission des KSCV vorbereitet.

Die KCL 1910 wurden 2012 in Verbindung mit der Deutschen Gesellschaft für Hochschulkunde für das Kösener Archiv digitalisiert.